Wenn der Endgegner in Runde 2 stirbt: Gedanken eines Spielleiters
Aktuell leite ich zwei Dungeons and Dragons-Kampagnen. Einmal “Curse of Strahd”, die gerade begonnen hat und dann noch die Erweiterungen zu “Dragon of Icespire Peak”. Gestern hatten wir eine gemeinsame Session zur zweiten Kampagne. Ich will heute ein wenig von dem Kampf und der Schwierigkeit des Balancing und Frustation schreiben. Was ist geschehen? Meine Gruppe ist in der ersten Erweiterung der Kampagne. Wir sind dort gerade im Finale, bevor es dann in die nächsten großen Abschnitt der Handlung übergeht. Zur Handlung: Wir sind an der Schwertküste und irgendwelche Kultisten stören den allgemeinen Frieden (ich will nicht mehr verraten…). Meine Spieler, alles glorreiche Helden, kümmern sich um das Problem, denn es macht sonst niemand. Gestern sollte eine Höhle erkundet werden, die wohl eine wichtige Operationsbasis für eben genannte Kultisten ist. Es gibt verschiedene Wege durch die Höhle und das Abenteuer sieht mehrere Kämpfe vor. Die Gruppe sollte also bereits einiges ihrer Mittel (Zauberslots, Lebenspunkte, Fähigkeiten) aufgebraucht haben. Das hat auch soweit in meinem Plan funktioniert. Womit ich eher weniger gerechnet habe, die Gruppe ist sehr zielstrebig durch die Höhle ohne Entdeckung direkt zur Chefin der Operation gelangt. Und nach einer sehr kurzen Konversation wurde der erste Feuerball geschleudert und der Kampf brach aus. Kurz gesagt: die vermeintliche Endgegnerin war nach zwei Runden besiegt. Nicht besonders episch… Mein Eindruck war, die Gruppe hatte dennoch viel Spaß. Also ist es erst einmal gut. Aber dennoch nagt es an mir. ...